Psycho-Chor on tour

_1040765Es ist soweit. Hart wurde trainiert, so manche Stunde Nachtschlaf wurde geopfert, manch Freizeitaktivität schweren Herzens abgesagt oder zumindest verschoben… doch jetzt ist es soweit! Deutschland fährt zur Fußball-Weltmeisterschaft!!! Oh… Oder auch nicht mehr. Das war ein kurzer Spaß. Na gut. Neuer Versuch:

Es ist soweit. Hart wurde trainiert, so manche Stunde Nachtschlaf wurde geopfert, manch Freizeitaktivität schweren Herzens abgesagt oder zumindest verschoben… doch jetzt ist es soweit! Deutschland fährt zu den Semesterabschlusskonzerten des Psycho-Chores!!!

Und es begann sowohl im wahrsten Sinne des Wortes als auch im metaphorischen mit einem Feuerwerk. Den ersten Vorgeschmack – einen Trailer sozusagen – gab es beim Sommerfest, dessen Eröffnung wir begleiten durften. Auf der wahrscheinlich schrägsten Bühne der Welt (diesmal tatsächlich wörtlich gemeint) durften wir uns mal ganz bunt präsentieren, statt in einheitlichem Schwarz. Uniformität wäre auf dem Sommerfest der Universität Jena mit seinen unterschiedlichen Angeboten auch fehl am Platze gewesen.

Doch nicht nur der Chor war dabei, auch ein alter Bekannte hatte es sich auf einem der Lautsprecher gemütlich gemacht: Das USA-Stativ. Und auch das Stativ war sich der Ehre bewusst, die ihm und dem Chor da zuteil wurden. Aus diesem Anlass verzichtete es darauf, seine eigenen Bauteile von sich zu werfen – im Gegensatz zum Konzert des Psycho-Chor Kammerensembles in Erfurt, bei dem es ungeschickt eine Stellschraube fallen ließ. Es scheint dazu zu lernen. Vermutlich auch, da es jetzt nicht mehr das jüngste Mitglied der Familie der Chorgerätschaften ist. Mit zwei Ventilatoren hat es nun Zwillinge als jüngere Geschwisterchen. Die beiden müssen aber deutlich härter arbeiten: Allwöchentlich wälzen sie die Luft im Probenraum um, um die dortige Saunaatmosphäre etwas abzumindern…

Zurück zum Sommerfest: Auf das musikalische Feuerwerk, welches durch den Psycho-Chor begonnen und durch diverse andere Künstler über den Abend hinweg fortgesetzt wurde, folgte ein Barockfeuerwerk mit Multimediashow. Danach wurde das musikalische Feuerwerk zwar noch fortgesetzt – für viele Psycho-Chor-Mitglieder aber war es ein unüberhörbares, meterhohes, feuerspeiendes Signal, dass es Zeit wurde, sich auf den Heimweg zu machen. Morgenstund hat schließlich Gold im Mund. Also früh ins Bett, um ausgeschlafen zum Kinderkonzert am Samstagvormittag zu erscheinen. Vielleicht auch auf Grund eines anderen Sprichwortes: Kindermund tut Wahrheit kund. Und die Wahrheiten „der gähnt ständig“, „die da in der Ecke ist eingeschlafen“ und „du schnarchst“ möchte man nicht unbedingt hören.

Vor allem, da an Erholung danach nicht zu denken war. Schließlich ging es direkt weiter nach Mühlhausen. Keine kurze Reise und dank Schienenersatzverkehr eine, die bis in die Abendstunden dauern wird. Wen wundert es da, wenn gewisse Wise Guys Lieder zur bekanntesten Hassliebe der Deutschen angestimmt werden… (Ja Deutsche Bahn, damit bist du gemeint, nicht Mühlhausen oder Chorkonzerte.)

Und da wer rastet auch rostet (und Rostflecken nun wirklich nicht so einfach auszuwaschen sind), wird auch der Sonntag ganz im Zeichen der Konzerte stehen. Psycho-Chor on tour sozusagen, mit Abstechern zum Franziskanerkloster Saalfeld (Konzertbeginn 15 Uhr) und zur Heidecksburg Rudolstadt (Konzertbeginn 18.30 Uhr). Nebenbei kann man sich ja mal umsehen, ob einer der Orte für ein neues Vereinsheim geeignet wäre. So eine Burg mit einem Swimmingpool für die Probenpausen… schnelle Abkühlung im Sommer, Eislaufen zum Aufwärmen im Winter… das hätte durchaus Potential und würde die Anwerbung von Neumitgliedern sicher erleichtern. Oder ein Kloster, mit einem in der Mitte aufgestellten Nougatbrunnen, an dem man etwas Energie in Form von Zucker tanken kann…

Allerdings sollte ein Psycho-Chor-Vereinsheim wohl eher in Jena stehen, damit die Probenanreise nicht so weit wird. Zwar noch keinen Swimmingpool oder Brunnen, aber immerhin ein Bad im Namen (was ja schon in die richtige Richtung geht), hat das Volksbad. Dementsprechend ist dies nächste Woche Sonntag (8. Juli 2018) das Ziel. Und weil man solche Entscheidungen nicht leichtfertig treffen sollte, werden wir es gleich zweimal testen. Sowohl um 16.30 Uhr als auch um 19.00 Uhr unterziehen wir die Akustik einer strengen Inspektion. Man probt schließlich nicht in jedem dahergelaufenen Saal. Und weil leere Säle furchtbar hallen, laden wir alle Interessierten herzlich ein, diesen Klangproben (andere mögen es Konzerte nennen) beizuwohnen.

Da das Volksbad aber erstaunlicherweise Miete nimmt – obwohl wir nur mal testen wollen – die Tontechnik verständlicherweise auch nicht nur von Luft- und Liebe lebt und noch diverse andere Faktoren dazukommen, gilt es für diese Veranstaltungen Karten zu erwerben. Im VVK kosten sie 4,50 € (erm.) bzw. 9 € und sind an der Touristinfo Jena oder online (Ticketshop) erhältlich. Wer ein paar Chormitglieder auch mal von nahem sehen möchte (nur gucken, nicht anfassen!): Am 2. Juli (11 – 15 Uhr) und am 4. Juli (14 – 18 Uhr) verkaufen sie die Karten auch direkt in der Ernst-Abbe-Mensa, kleines Schwätzchen auf Wunsch inklusive. 🙂

PS: nach erster Inspektion wäre die Heidecksburg in Rudolstadt durchaus eine Option für ein Vereinsheim. Man muss sich schließlich nicht mit jeder Bretterbude zufrieden geben. Da muss neben der Akustik eben auch visuell was geboten sein für einen Chor aus der Optikstadt Jena. War in Rudolstadt zum Glück beides gegeben (siehe Foto)… 😉

 

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